Sonntag, 11. Februar 2007

Döpfner gegen Google

Handelsblatt.com spricht im Interview mit Springer-Chef Mathias Döpfner. Er äußert sich zur Digitalisierung, zur Zukunft der Zeitungen, zu Qualitätsstandards im Journalismus und auch im Web - und zu den Konkurrenten. Das sind seiner Meinung nach Yahoo, Google und Ebay. Sehr lesenswert! IP-TV wird sich seiner Meinung nach erst in einigen Jahren als Geschäftsmodell bewähren. Die Digitalisierung will er rasch vorantreiben. Und selbst Second Life hat er als Thema erkannt. Warten wir nun auf die nächsten Schritte im Netz, um diese strategische Ausrichtung zu untermauern. Er will das geschriebene Wort künftig stärker mit bewegten Bildern untermauern - sieht in reinen (unverlinkten) Texten keine Zukunft. Google nimmt seiner Meinung nach schon eine verlegerische Rolle ein und setzt auf das, was Werkkanon fordert: Qualität - auch im Netz. Zu Handelsblatt.com sagte er: "Wir konzentrieren uns auf das, was wir können, nämlich Inhalte für verschiedene Zielgruppen in gedruckter und digitaler Form anzubieten. Es bleibt dabei: Ohne gute Inhalte kein Geschäft." Da gibt's noch einiges zu tun auf den eigenen Webseiten. (Bild.de, welt.de) Good Luck!

Sonntag, 28. Januar 2007

Muss man so titeln?

- fassungslos -

Warum muss man einen Hitler-Roman so ausschlachten? Wohl klar, dass eine dermaßen überspitzte Headline, die wir hier nicht wiedergeben (möchten) zu starker Leserschaft führt. Aber hier ist der Autor offenbar über's Ziel hinausgeschossen.

Headline und Buchkritik kollidieren. Geschuldet ist das offenbar der Sensationsgeilheit der Online-Leser. Statt "Kultur" hätte man aber besser noch drübergeschrieben: "Voll Porno"...

Gratulation an Mario Sixtus

Dass man mit einem tollen Format, einem inhaltlich schlüssigen Konzept, klassischen journalistischen Stilelementen gepaart mit webzwonulliger Ausrichtung etwas reißen kann, hat Mario Sixtus als Elektrischer Reporter bewiesen. Werkkanon gratuliert zu einer journalistischen Qualitätsleistung erster Kajüte und ermuntert: Weiter so! Gegen den Einheitsbrei, der sonst auf zahlreichen verlegerischen Websites stattfindet...

Dienstag, 28. November 2006

Einschaltquoten

Man muss kein Fachmann sein, um zu wissen, dass auch auf journalistischen Internetportalen Themen kaum nach Wichtigkeit oder Relevanz ausgewählt und auf prominente Plätze gelegt werden, sondern überwiegend nach der zu erwartenden Einschaltquote. Da ähnelt das Web einer Boulevardzeitung. Was Erfolg bringt, dafür gibt es einen schönen Werkzeugkasten. Wichtig sind Reizwörter, Faktoren wie Sex, Prominenz, Hitlisten. Einen guten Beleg für diese These bringt aktuell Spiegel Online mit dem völlig belanglosen Bericht, wer denn die hässlichsten Beine habe. War vorhin unter den Aufmachern! Bringt eben Klicks.

Montag, 27. November 2006

Blogger gegen StudiVZ

Die gesamte Blogosphäre, so scheint es, hat sich gegen StudiVZ formiert. Und jetzt referenziert auch Spiegel online auf Blogrecherchen. Macht Spon es sich hier sehr leicht oder haben die das selbst hart recherchiert?

Sonntag, 26. November 2006

We the Media

We the Media. Grassroots Journalism By the People, For the People - Buch von Dan Gillmor, der dem elektrischen Reporter Mario Sixtus sagt: "Meine Leser wissen immmer mehr als ich". Im Mai dieses Jahres erschien sein Werk “We the Media” und zwar zunächst in seinem Blog. Erobern sich Graswurzel-Journalisten das Netz zurück oder sind 99 Prozent der Blogs Müll? Die "Wired" schrieb dazu in ihrer Septemberausgabe: "More than half of blogs are spam. "The blogosphere is growing fast," one researcher says. "But the splogosphere is growing faster." Und definierte: Splogs als Spam + Blogs = Trouble. Der Autor: Charles C. Mann

Samstag, 25. November 2006

OpenBC / Xing geht an die Börse

Die Verlage schauen derzeit neidisch auf Websites, die erfolgreich mit User generated Content arbeiten. Deutsches Paradebeispiel: OpenBC, das jetzt Xing heißt. Xing wiederum geht inzwischen sogar an die Börse, allering nicht ohne Protest der Nutzer wegen der Namensänderung.

Hier möchten wir die Frage aufwerfen, ob sich Verlage dadurch etablieren und positionieren können, ihre Kernkompetenz, die geprüfte, recherchierte Nachricht abzugeben und künftig den Nuztern das Schreiben zu überlassen, wie es zum Beispiel bei der Readers Edition von der Netzeitung vorgemacht wird... Eure Meinung?

Montag, 20. November 2006

Weblogs ein Karrierekiller?

Die WirtschaftsWoche beschreibt in ihrer aktuellen Titelgeschichte, was passiert, wenn Personaler sich im Internet über potenzielle Mitarbeiter informieren. Soweit nichts Neues. Bei unserem neuen Weblog stellt sich dann doch die Frage, ob dies auch unserer Karriere einen Abbruch tut?? Wir glauben das nicht, stellen dies aber hier zur Diskussion.

28 Prozent der Personalexperten nutzen bereits heute das Internet, um an Informationen zur fachlichen und persönlichen Eignung oder zu Referenzen und Freizeitaktivitäten von Kandidaten zu gelangen. Das ist doch eigentlich ziemlich wenig oder?

Hier gibt's mehr Futter...